Dienstag, 10. April 2012

BMG - Bahr prüft Überarbeitung der Prävention - kommt die Neuregelung der Krebsfrüherkennung?

Daniel Bahr prüft nach Artikel u.a. des Deutschen Ärzteblatts eine Überarbeitung und Neuordung der Regelungen zur Gesundheitsprävention in Deutschland. Damit nimmt sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nach Jahren einen stiefmütterlich verwalteten Bereich wieder an.

Bisherig schreiben die gesetzlichen Krankenkassen die Maßnahmen zur Prävention vor und geben für Ihre Mitglieder Boni bzw. Gutscheine heraus, wenn diese z.B. Rückenkurse im Trainings- und Fitnesscenter besuchen bzw. an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. In Zukunft soll die Verteilung und Konzeptionierung einer ausgewogenen Gesundheitsprävention in die Obhut des behandelnden Arztes gegeben werden, der dieses mit seinem Patienten fallbezogen entscheidet.
Hierbei verschweigt der Bericht im Ärzteblatt u.a. Medien jedoch die anteiligen, internen Diskussionen zum Thema Krebsfrüherkennung. Diese wird z.Zt. durch das Modell / Kampagne VORSorge einheitlich von den gesetzliche Kassen geregelt.

Die seit Jahren gefahrene Kampagne VORSorge (siehe Bild) hat hierbei strikte Nachteile und ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit noch wissenschaftlicher Erkenntnisse. So werden die Vorsorgeuntersuchungen in Alter und Häufigkeit von den Krankenkassen, vor allen von den großen Ortskrankenkassen und Ersatzkassen streng und unverhältnismäßig reguliert. Eine Darmkrebsvorsorge (Früherkennung auf Darmkrebs) wird damit erst ab dem 50. Lebensjahr mit einem Bluttest aller 2 Jahre und ab dem 55. Lebensjahr  mit einer Darmspiegelung aller 2 Jahre übernommen. Darmkrebs gehört jedoch mittlerweile zu den frühen Krebsarten, welche im mittleren Alter verstärkt auftreten. In den letzten Jahren treten gehäuft Neubildungen zwischen dem 16. und 29. Lebensjahr im Enddarmbereich z.B. auf.

Dies trifft auch das "Checkup für Herzkreislaufsysteme" ab dem 35. Lebensjahr, wiederum bei der Früherkennung für Gebährmutterhalskrebs ab dem 20. Lebensjahr man fast von einer Überregulierung sprechen kann.

Ziel soll und sollte es sein, auch die Früherkennung wie das Verschreiben von Rückenschule, Stress-Seminare etc. fallabhängig zu gestalten, so dass bei die Früherkennung von Neubildungen grundsätzlich ab dem mittleren Alter aller 2 Jahre die maßgebene Vorsorgeuntersuchung wie z.B. kurze Schnelltests per Ligandenessay übernommen werden muss.

Zur Zeit geben die Krankenkassen Millionen in Präventionsgutscheine aus, ohne einen wirklichen, positiven Rücklauf oder Verbesserung des Gesundheitzustands bei den Betroffenen messen zu können. Im Schnitt erleiden Versicherte bei der Barmer GEK trotzdem genau so schnell einen Bandscheibenvorfall mit Rückentraining wie ohne Maßnahmenprogramm. Die Früherkennung von Brustkrebs ab dem 30. Lebensjahr hingegen hat sich bewährt. Die Früherkennung von Darmkrebs nicht.

Ein erstes Konzept wird für Herbst 2012 erwartet. Steitigkeit über die Kompetenzen und das Zusprechen von höheren Budgets zu den niedergelassenen Ärzten treffen in verschiedenen Lobby-Vertretungen z.Zt. auf harte Fronten.

Donnerstag, 29. März 2012

KV Berlin: Vorstand überweist Übergangsgelder auf Treuhandkonto - Klage läuft aber trotzdem

Wie das Ärzteblatt nun berichtete und zugleich auch in der Stellungnahme der KV Berlin nachlesen konnte, haben sich die drei Vorstände der KV Berlin, die Kollegin Angelika Prehn und die Kollegen Uwe Kraffel und Burkhard Bratzke nun wegen laufendem Verfahren dazu durchgerungen, die Übergangsgelder von drei mal 185.000 Euro vorerst auf ein Treuhandkonto zu überweisen.

Klage gegen die Senatsverwaltung läuft trotzdem!
Dieser Schritt ist auch Ergebnis der juristischen Beratung, auf welche die KV Berlin nun bei eingelegter Rechtsmittel gegen den Bescheid der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Ihrem Senator Herr Mario Czaja zugegriffen hat. Die Überweisung auf in Treuhandkonto soll hier als ein Schritt der Versöhnung wirken und scheinbar wirkt dies ja auch bei schnellen Eilmeldungen, glaubt man dem Ärzteblatt....

Erster Schritt in die Versöhnung oder nur Taktik?
Nichts desto trotz, zeigt es von einem Einlenken aller drei Kollegen, zumindest so lange nun im Zuge der eingelegten Rechtsmittel ein Verfahren läuft. Ob dies so je nach Ausgang des Verfahrens so bleibt, sehen wir alsbald. Die ärztlichen Kollegen in Praxis und Klinik werden durch das SGB V und vielfachen Restriktionen in ein enges Korsett von Verpflichtungen gezwängt, welcher die Verantwortung der Arbeit am Menschen mit sich bringt. Gerade die gewählten Interessenvertreter sollten daher als Vorbild gesetzliche Regelungen befolgen und achten. Aber auch der Standpunkt, seinen Rechtsstandpunkt geklärt zu wissen, sollte Beachtung finden, so dass ein wenig Ruhe und mehr Transparenz auf Mitglieder-Ebene der KV Berlin und in Kommunikation mit der Senatsverwaltung vielleicht nun der bessere Pfad im Verfahren wäre.

Freitag, 23. März 2012

Droht der KV Berlin die Zwangsverwaltung durch den Berliner Senat?

Ermittlungen gegen die Vorstände der KV Berlin wegen des Verdachts der Untreue


Eigentlich ist es in Vertreterkreisen der freien Ärzteschaft üblich, das zur Sicherung der Lebensumstände ,wenn man aus seinem Arbeitsverhältnis für die Ärzteschaft in ein wieder freies Arbeitsverhältnis wechselt, ein Übergangsgeld gewährt wird. Aber ist ein Übergangsgeld sinnvoll, wenn man in denselben Arbeitsverhältnis weiterhin bleibt? So war es zumindest bei den drei KV-Vorständen der Kassenärztlichen Vereinigung in Berlin. Diese erhielten wegen möglicher Abwahl ein Übergangsgeld vom Aufsichtsrat zugesprochen, wurden dann aber wiedergewählt und haben sich die Übergangsgelder in Höhe von 185.000 Euro pro Vorstandsmitglied auszahlen lassen.

Senator für Gesundheit platzte der Kragen


Nach einer Rüge durch den Senat, Anfang des Jahres 2012, wehrte sich die KV Berlin und versuchte auf Zeit zu spielen. Alle 3 KV-Vorstände sahen und sehen sich weiterhin in Recht und denken nicht daran, die Landesgelder zurück zu zahlen.

Verpflichtungsbescheid an die KV Berlin mit offener Drohung

Wie der RBB am 20.03.2012 berichtete, eskaliert nun der Streit aufs äußerste. Angeblich existiert mittlerweile ein Gutachten, welches die Rechtmäßigkeit der Übergangsgelder und deren Einbehaltung rechtfertigt. Das Gutachten wurde von der KV Berlin in Auftrag gegeben. Auch das Kontrollgremium der Kv berlin bekommt es nicht hin, diese Haltung der 3 Vorstände zu ändern oder gar Ihre Unterstützung abzuerkennen. Nach RBB Informationen soll der Senator für Gesundheit Mario Czaja und die Senatsverwaltung in einem Brief an die KV Berlin offen gedroht haben. In diesem Brief wurde die KV Berlin verpflichtet die Gelder in kurzer Frist zurück zu zahlen. Verstreicht die Frist so droht der Senat offen, dass bei weiterer Sperre und damit Zweifel an den rechtsverständlichen Verhalten der KV Berlin die Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin die zwangsweise Verwaltung der KV Berlin übernehmen würde.

Die ärztliche Selbstkontrolle unter Landesverwaltung - ein Präzedenzfall!


Würde dieser Fall eintreten, wäre Berlin das erste Bundesland, in welchem mehr als 12.000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durch die Landesverwaltung direkt und damit auch eigenständig direkt mit den Krankenkassen kommunizieren müssen und kontrolliert werden.

Was wären die Vorteile? Wo wären die Nachteile? Wäre dies nicht sogar die Öffnung des ärztlichen Praxissektors hin zu marktwirtschaftlichen Strukturen?

Erst einmal hat die KV Berlin nun Rechtsmittel gegen den Verpflichtungsbescheid eingelegt und was tut die Berliner Ärzteschaft, welche die KV Berlin schliesslich mit finanziert? Nichts... bzw. zu wenig!

Harren wir der Dinge, die da kommen mögen. Der Aufschrei wird v.a. bei den Berliner Kollegen riesig sein, wenn die Zwangsverwaltung tatsächlich ausgelöst wird, soviel ist sicher!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Die beste Versandapotheke aus Deutschland

Arzneimittel aus dem Internet im Aufwind - Kunden sind mit Versandapotheken zufrieden 




Die Versandapotheke www.medikamente-per-klick.de erreichte beim Kundenmonitor Deutschland 2011 den ersten Platz unter den Versandapotheken aus Deutschland. Immer mehr Menschen bestellen freiverkäufliche und rezeptpflichtige Arzneimittel bei Versandapotheken, deren Umsatz im Jahr 2010 bei 1,2 Milliarden Euro lag. "Entgegen des Trends hat sich unser Unternehmen in der Kundenzufriedenheit noch weiter verbessert und das kommt nicht von ungefähr", konstatiert Geschäftsführer Apotheker Karlheinz Ilius. Mit einer Globalzufriedenheit von 1,67 liegt medikamente-per-klick bei den bestbewerteten Unternehmen überhaupt und erreicht bei den Versandapotheken aus Deutschland den ersten Platz. "Versandapotheken sind im Aufwind, wenn sie ihre Kunden durch Qualität und Leistung überzeugen", so Ilius weiter. 


Die Versandapotheke www.medikamente-per-klick.de ist laut Kundenmonitor Deutschland die beste aus Deutschland

Medikamente per Post nach dem Motto "Leistung oben - Preise unten"
Die Versandapotheke medikamente-per-klick steht für rasche Lieferung sowie Bedienerfreundlichkeit, Funktionalität und Transparenz des Online-Auftritts. "Die kompetente, gründliche und individuelle Beratung in allen Fragen zu Arzneimitteln und zur Gesundheit sind für mich und meine Mitarbeiter selbstverständlich", betont Apotheker Ilius. Das Unternehmen beschäftigt 4 Apotheker sowie 65 weitere pharmazeutische Voll- und Teilzeitkräfte. Die Auszeichnung "Innovative Business Excellence" wurde Karlheinz Ilius bereits dreimal durch die deutsche Gesellschaft für Akkreditierung verliehen. "Die hohe Beratungsqualität, aber auch die Pünktlichkeit sowie der Service und nicht zuletzt das Preisniveau unserer Versandapotheke werte ich als Hauptfaktoren unseres herausragenden Abschneidens bei den Kunden", interpretiert Apotheker Ilius.

Medikamente-per-klick: Persönliche Versandapotheke mit ausgezeichneter Beratung
Im achten Jahr der Zulassung als Arzneimittel-Versandhändler entwickelte sich medikamente-per-klick zur führenden Versandapotheke in Deutschland. Mit einem Umsatz von rund 80 Millionen, die Karlheinz Ilius für dieses Jahr erwartet, entwickeln wir uns immer mehr zum Marktführer und gehören schon jetzt zu den Top Drei in Deutschland. "Momentan verlassen bis zu 8.000 Lieferungen täglich unser Logistikzentrum", so Ilius. Im Jahr 2009 zog das Unternehmen von Bad Steben nach Selbitz und beschäftigt rund 170 Mitarbeiter. Apotheker Karlheinz Ilius ist Inhaber der Versandapotheke medikamente-per-klick.de und der Luitpold Apotheke in Bad Steben.

Hintergründe zum Kundenmonitor Deutschland
Der Kundenmonitor Deutschland wird von der ServiceBarometer AG, München, durchgeführt und herausgegeben. Das Studiendesign 2011 umfasst die Gesamtstichprobe von 11.977 nach Alter und Geschlecht quotierter Onlineinterviews. Basis für die Quotierung und Gewichtung der Stichprobe ist die deutsche Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren in den Zeiträumen 31. Mai bis 10. Juni 2011 und 26. August bis 5. September 2011. Im Mittelpunkt des Kundenmonitors stehen die einzelnen Aspekte der Kundenzufriedenheit und die Qualität der Kundenbeziehung sowie deren Auswirkung auf die Kundenbindung. Dafür werden die Bereiche Globalzufriedenheit, Preis-Leistungs-Verhältnis, Weiterempfehlungsabsicht, Wiederkauf-Wiederwahlabsicht, Wettbewerbsvorteile und Beschwerdezufriedenheit ermittelt. Beim Ergebnis steht 1 für vollkommen zufrieden und 5 für unzufrieden. Der Kundenmonitor wird insgesamt in 14 Branchen wie Versandapotheken, Mobilfunkanbietern oder Online-Reisebüros jährlich durchgeführt.
Journalisten-Service: Karlheinz Ilius steht für Interviews gerne zur Verfügung.

Luitpold Apotheke
www.medikamente-per-klick.de

Burgstraße 16
95152 Selbitz
09280-984444

Redaktion: Sven-David Müller, M.Sc., Medizinjournalist 

Samstag, 25. Juni 2011

Hautkrebs - Hautkrebsvorsorge

Hautkrebs gilt als weitgefasster Begriff für gutartige wie bösartige Geschwülste das Organ Haut betreffend. Da die Haut des Menschen mit 2 Quadratmeter aber die größte Fläche gegenüber der spürbaren Aussenwelt hat, nebst dem menschlichen Darm wohl bemerkt, sind Geschwülste in der menschlichen Haut, der Hautkrebs besonders schwer zu entdecken bzw. können sehr grossflächig wachsen.

Der Hautkrebs fasst sämtliche bösartigen Geschwülste der Haut allgemein zusammen. In Deutschland erkranken ca. 171.000 Menschen an Hautkrebs. Die häufigsten Formen von Hautkrebs sind: weißer Hautkrebs (Basalzellenkrebs, Basaliom) und schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom).

Seit dem 01. Juli 2008 unterstützen sämtliche Krankenkasse, egal ob gesetzlich oder privat versichert ein umfangreiches Früherkennungsprogramm. Die Prävention von Hautkrebs steht bereits in jungen Erwachsenenjahren und bei Kindern bereits im Fokus eines jeden Hautarzt. Das Hautkrebsscreening oder auch Hautkrebsvorsorge sollte daher jeder Patient besonders vor und nach langen Sonnenurlauben und Sonneneinstrahlungen (auch im Schatten) wahrnehmen. Desweiteren sind nicht alle Hautkrebsformen rein von der Sonnenstrahlung abhängig. Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt ist dabei sehr ratsam.

Der Hautarzt betreibt die Hautkrebsvorsorge mit verschiedenen Diagnostiktechniken: Video-Dokumentation, Epi-Lumineszenz, Dermatoskopie, UV-Scan. Daneben zählt auch die Abtastung der Hautoberfläche durch den Hautarzt als Diagnoseform, v.a. um Basalzellenkrebs ausfindig zu machen.

Eine Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt kostet für Privatzahler nicht mehr als der Besuch bei einem guten Damenfrisör. Gerade weil die gesetzlichen Krankenkassen mittlerweile nur noch teilweise Standarduntersuchungen übernehmen, ist daher eine private Behandlung bei einem Hautarzt für Patienten dringend zu empfehlen. Das gewährt absolute Sicherheit.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Hautarzt in Frankfurt am Main

Als Hautarzt in Frankfurt am Main niedergelassen zu sein ist mittlerweile bei dem weitem Feld an Kollegen ein schwieriges Unterfangen. Wie alle Hautärzte, hat auch der Haut in Frankfurt mit dem Problem mangelnder Vergütung durch die KV zu kämpfen. Sei es die Hautkrebsvorsorge, Bekämpfung von chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis. Als Hautarzt in Frankfurt erhält man für diese Art der Kassenbehandlung noch weniger pro Patientenpauschale als ein Hausarzt. Die Hautärzte gehören nebst Kinderärzten zu den am schlechtesten bezahlten Facharztgruppen im KV-System.

Einige der Hautärzte in Frankfurt am Main konzentrieren sich daher auf den Sinneswandel der Patienten, welche für Faltenbehandlung, Botoxinjektionen, Lasertherapie, Peeling für die Haut zur Straffung, aber auch für die Hautkrebsvorsorge in Frankfurt gegen Melanome etc. mittlerweile privat Geld ausgeben, um möglichst beste Versorgungssicherheit zu haben. Ein Hautarzt in Frankfurt wie Ulrike Zinn bietet daher als private Hautarztpraxis sämtliche, ärztliche Versorgungsleistungen und darüber hinaus ästhetische, ärztliche Leistungen, welche ihren Berufsstand in Erfahrung und Umgang mit dem organ Haut und vor allem der Schwierigkeit der Gesichtshaut auszeichnen.

So kann sie als Hautarzt in Frankfurt ihre Patienten zu moderaten Preisen langfristige Versorgungssicherheit und die wichtige Hautkrebsvorsorge in Frankfurt am Main anbieten.

Sonntag, 6. Februar 2011

69 Prozent der Ärzte halten Homepage wichtig fürs Praxismarketing

Eine von Stiftung Gesundheit in Auftrag gegebene Studie von der Gesellschaft für Gesundheitsanalyse (GGMA) kommt zum Schluss, dass das wichtigste Instrument für effektives Praxismarketing aus Sicht der befragten Ärzte die eigene Internetpräsenz, in Form einer Homepage, Arzthomepage, Teilnahme an Internetverzeichnissen und Weblog ist.



69 Prozent der Ärzte empfinden die Internetpräsenz als das wichtigste Mittel für Praxismarketing

Von den 461 befragten Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten gaben rund 69 Prozent an, dass die Homepage oder/und die Teilnahme an Internetverzeichnissen (wie imedo.de, jameda.de, pointoo.de) zu den drei wichtigsten Marketingmaßnahmen ihrer Praxis und Praxen zählen.  Die eigenen Mitarbeiter zählen für 53,5 Prozent der Ärzte zu den drei wichtigsten Maßnahmen für Praxismarketing. Man bedenke, dass bei derselben Umfrage letztes Jahr 59,9 Prozent der befragten Ärzte die Mitarbeiter noch als wichtigstes Instrument für Praxismarketing geführt hatten. 43 Prozent zählen auch das äußere Erscheinungsbild zu den wichtigstens drei Praxismarketing Maßnahmen.

Für Ärzte ist Information oberstes Ziel des Praxismarketings 


Mehr als zwei drittel der Ärzte sowie zahnärztlichen Kollegen gaben an, dass vor allem die Darstellung des Leistungsspektrums der eigenen Praxis für sie mit den eingesetzten Marketingmaßnahmen (Internetpräsenz, Internetverzeichnisse, Mitarbeiter und Praxisbild) zählt.  Mit deutlichen Abstand nannten sie das Ziel, neue Patienten zu gewinnen sowie eine grundsätzliche Information der Patienten durch Marketing zu gewährleisten. Eine Abgrenzung gegenüber den Kollegen oder Vermittlung der Kompetenz an andere Kollegen sowie das Gefühl, dass dies heutzutage erwartet wird, sieht kaum einer der befragten Kollegen. Rund acht Prozent der befragten Ärzte und Zahnärzte verbinden mit ihren Marketingmaßnahmen keine konkrete Zielstellung.

50 Prozent der Ärzte sind sich über die rechtlichen Regelungen unsicher


Die Umfrage zeigt in ihrem Ergebnis auch, dass jeder zweite der befragten Kollegen sich unsicher ist, welche Marketingmittel er für Praxismarketing überhaupt einsetzen darf, wo er an rechtliche Grenzen stösst. Es herrscht also ein hoher Informationsbedarf unter den Ärzte und Zahnärzten, welche Mittel für das Praxismarketing wirtschaftlich sinnvoll und vor allem, welche rechtlich möglich und überhaupt erlaubt sind.

Auch durch die Unsicherheit gabe vierzig Prozent der Ärzte und Zahnärzte an, ihre Marketingmöglichkeiten für die Praxis noch nicht konsequent ausgeschöpft zu haben. Immerhin 45 Prozent empfanden die Öffnung der ambulanten Versorgung für freies Marketing für eine marktbelebende und gute Sache.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch für alle, welche vor allem im Bereich "Praxismarketing" beratend für ärztliche und zahnärztliche Kollegen tätig werden: Gaben letztes Jahr immerhin 22,4 Prozent der Ärzte und Zahnärzte an, im Jahr ein eigenes Marketingbudget eingeplant zu haben, sind es dieses Jahr lediglich rund 10 Prozent der Befragten.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Ärztemangel beginnt spürbar zu werden

Nach dem Deutschen Krankenhausinstitut fehlen als Ergebnis einer Umfrage unter den 2.200 deutschen Krankenhäusern insgesamt bereits 5.500 Ärzte / stellen für Ärzte, die nicht besetzt werden konnten und damit offen bleiben. Damit haben 1.500 Krankenhäuser mittlerweile mit regelrechter Überlastung der verbleibenden Ärzte und vor allem Stationsärzte zu kämpfen.

Eine Folge von fehlenden Ärzten in den Krankenhäuser und nebst dem sich auswirkenden Ärztemangel, ist damit eine Überlastung der vorhandenen, angestellten Ärzte und Fachärzte, somit weitere Abwanderung gestandener Klinikärzte in die ärztliche Freiberuflichkeit oder Angestellte in MVZ und damit in die Ambulanz. Weiterhin wandern überlastete Ärzte ins Ausland wie die Schweiz ab, wo die Arbeitsbedingungen bedeutend besser sind. Nach dem DKI sind die Auswirkungen des Ärztemangel sukzessive auch immer deutlicher bis 2019 dann unter den niedergelassenen Fachärzten spürbar. Denn fehlen die auszubildenden Assistenzärzte in den Kliniken und jeweiligen Fachbereichen, bleiben nachrückende Kollegen in den Praxen immer weiter aus. So könnten nach Schätzungen bis 2019 35.000 Ärzte in Deutschland fehlen!

Der Ärztemangel kommt damit reichlich ungelegen, da die Altersstruktur in Deutschland sich immer weiter Richtung 50 Jahre und älter (BestAge) verschiebt und damit der Bedarf an Fachpersonal im Gesundheitswesen stetig wächst.

Rezepte scheinen dagegen auszubleiben, vor allem sperren sich nebst Politik auch die Verbände für eine Lockerung und Reorganisation der Ausbildung junger Ärzte. Ganz im ernst, für welchen jungen Menschen sind bei schnellen Bachelor und Masterstudiengängen mit Einstiegsgehälter jenseits der 45.000 nach gerade einmal 5 jährigem Studium denn heute ein Humanmedizin-Studium mit MultipleChoice-Klausuren aus denn 1970er Jahren und einer Gesamtausbildungsdauer von mindestens 10 bis 12 Jahren noch interessant?

Verabschieden wir uns von unseren alten Traditionen, überholen uns wahrscheinlich die Fakten.

Donnerstag, 16. September 2010

Hausärzte-Streik die nächste... und damit einmal zu Kassenverdiensten

Und wieder blieben einige Hausarzt-Praxen in dieser Woche geschlossen. Warum? Altes Problem, alte Methoden dagegen vor zu gehen.... die Honorarverträge und neuen geplanten Änderungen in den Hausarztverträgen führten zum ENDE und Bankrott der Hausärzte...

Fragt man sich doch als Mensch mit gesundem Verstand und halbwegs intaktem Erinnerungsvermögen: Haben wir diese Forderung nicht jedes Jahr? Hatten wir nicht erst vor kurzem schon so einen Streik mit Forderungen???



Was soll das alles, liebe Hausärzte, liebe Kollegen???!


Fakt ist, dass die Hauptschlagader der ärztlichen Versorgung die Hausärzte tragen. Fakt ist auch, dass die meisten ärztlich ambulant verordneten Arzneimittel und damit Rezepte über den Tisch des Hausarztes wandern. Und noch mehr Fakt ist leider, dass nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, KBV, im Jahresbericht 2009 die Hausärzte in der Honorarvergütung gerade einmal im Mittelfeld liegen. Da die gesetzliche Kassenvergütung durch die Regelleistungsvolumina der KVen nur zum Teil gedeckt werden, oftmals der Hausarzt / die Hausärzte durch die vielen Verordnungen selbst über die 130% Regel rutschen, in denen sie ohne Probleme abrechnen können, sind feste Hausarztverträge und damit direkte Abrechnungswege mit den einzelnen gesetzlichen Kassen (GKVen) sehr beliebt. Gerade weil diese Zusatzverträge die wirtschaftliche Planbarkeit und den Erhalt der Praxis des Hausarztes sichern.

Verständlich, dass immer wieder auftretende Hiobsbotschaften über Änderungen und Einschränkungen der Rabattverträge die Hausärzte und damit die Kollegen an der Patientenfront auf die Barrikaden treiben.

Verständnis zeigen


Vielleicht ist ein wenig mehr Verständnis für die Arbeit des Hausarztes angebracht, vielleicht auch für die Masse an Patienten, welche er benötigt um auf ein lebenserhaltendes Honorar zu kommen. Hingegen der internistisch-kardiologische Kollege nur ein Drittel bisweilen sogar Fünftel an Kassenpatienten in der Regelversorgung benötigt, um diese Honorare zu erlangen.

Andererseits sollten auch Hausärzte vielleicht in Gemeinschaftspraxis das Anbieten von Zusatzleistungen und Privatleistungen gerade in Städten erlangen. Ein Hausarzt sollte sich ebenso wenig wie alle anderen Kollegen nur auf die kassenärztliche Leistungen ausruhen. Eher bedacht und auf staatliche Hilfe angewiesen sind hierbei die Versorger-Praxen in den ländlichen Regionen, welche als einzelne, freiberufliche Hausarztpraxis jeweils kaum noch eine wirtschaftliche Zukunft hat, sollen die ländlichen Hausärzte alleine durch Kassenverträge und den Honorarvergütungen aus den Regelleistungen überleben.

Daher, vielleicht mehr Verständnis, etwas tiefgründigere Diskussion und Unterscheidung zwischen Landarzt und städtischem Hausarzt und weniger brachiale Streiks, würden die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und Politikl fördern. QXJFJ6WDMB6Z

Donnerstag, 9. September 2010

Praxisübernahme besser als Praxisneugründung - Steuervorteile, bessere Kreditchancen

Der Praxismarkt ist 2009 und 2010 in der Humanmedizin so aktiv wie nie in Deutschland. Immer mehr ältere, ärztliche Kollegen scheiden aus dem Amt oder entschliessen sich vor dem Ruhestand in gehobener Klinikposition abschliessend zu praktizieren. Vor allem internistische und allgemeinmedizinische Praxen stehen mittlerweile gehäuft zum Verkauf.

Dabei sehen nicht nur die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) eine Praxisübernahme durch jüngere Kollegen und Kolleginnen lieber, als eine komplette Neugründung. Der Praxiskauf und die Praxisübernahme hat mehrere auch stark wirtschaftliche Vorteile, als blosse Neugründung an komplett anderer Stelle. So können typische Hausarztpraxen meistens eine feste Patientenklientel und damit einen gewissen standorterhaltenden Bonus durch die KV aufweisen. Auch Banken sind bei einer Praxisübernahme viel aufgeschlossener bei der Kreditvergabe, als bei reiner Neugründung trotz existierender Praxisangebote.

Der Vorteil auf einen Punkt gebracht? Eine bestehende Arztpraxis besitzt gewisse Regelleistungsvolumina (RLV) der KV, mit denen jedes Jahr in ähnlicher Höhe gerechnet werden kann. Die Praxis hat sich meistens bereits komplett amortisiert und eine Fortführung hält das Versorgungsgefüge in der Region aufrecht. Somit kann bei Praxisübernahme, ähnliche einem "Filialwechsel" der Tagesbetrieb fortgesetzt werden und vom neuen Praxiseigner (Arzt) sukzessive die Erneuerung der Praxis sowie der Ausbau von mehr Privatleistungen, weiteren Sprechstunden für Zusatzangebote wie Akupunktur, Naturmedizin, Homöopathie, Diagnostiksprechstunden etc. geplant und mit genügend Sicherheit forciert werden. Vor allem in den hausärztlichen Praxen lohnt sich dieses Konzept, denn die Alteigner haben an diese Chancen nicht mehr gedacht oder wollten sich diesen neuen Methoden des Praxiskonzepts nicht mehr aufgeschlossen zeigen. So sind diese Praxen zum größten Teil vollständige Kassenpatienten Praxen ohne jedwede Art von IGeL oder Privatleistungen.

Auch steuerlich sollte man sehr vorsichtig sein. Das Finanzamt achtet beim Praxiskauf sehr genau auf die Kaufsumme im Satz zum Goodwill-Wert und inwieweit mit dem Praxissitz dann weiter verfahren wird - was der Kaufvertrag genau besagt! Wird eine bestehende Praxis geschlossen und lediglich der Praxissitz an neuem Standort neueröffnet, so kann es bei steuerlicher Anzeige des Praxiskaufs dazu kommen, dass die Kaufsumme voll versteuert werden muss und kein Existenzgründungsbonus gewährt wird, damit Steuerbefreiung für einen Teil der Praxiskaufsumme ausgeschlossen ist. -> hier nachzulesen - Achtung beim Vertragstext im Praxiskauf

Unter Umständen lohnt sich gerade in solchen Fällen eine eingehende Praxisberatung oder Gründungsbegleitung.

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