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Freitag, 6. August 2010

Rösler lehnt höhere RLVs für Hausärzte ab

Man erinnert sich noch gut an dem Streik des bayerischen Hausärzteverbandes, wodurch viele Hausarztpraxen für Tage durch Ihre Praxisbetreiber stillgelegt worden sind, um für mehr Vergütung pro Fallzuweisung (Kassenpatient) zu demonstrieren.



... und nun folgt natürlich wieder gleich der Ansturm v.a. des einen großen Verbandes gegen die Ankündigung, das jeweilige Regelleistungsvolumen (RLV) in den jeweiligen Ländern für Hausärzte/hausärztliche Internisten nicht weiter anzupassen. Dabei vergessen die Hausärzte scheinbar, dass ihre Regelleistungsvolumen (RLV) sehr wohl mit im Durchschnitt 45,80 Euro pro Kassenpatient und einer relativ konstanten RLV Zuweisung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen jährlich konstante Grundeinnahmen für adäquate Betreuung versprechen. Das hat auch seinen tieferen Sinn, da ohne Hausärzte keine geregelte Grundversorgung in Ballungszentren und v.a. dem ländlichen Raum möglich wäre.

Zusätzlich können auch durch Hausärzte IGeL-Leistungen wie Akupunktur (abnehmend), Homöopathie, Sportmedizin, Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen angeboten werden. Gerade zum Beispiel der AIDS-Test sollte von Hausärzten in Ballungszentren zum einen im Praxisangebot und zum anderen alleinig wegen der Nachfrage schon zum Standard gehören.

Warum also schon wieder Streikandrohungen? Weshalb mit der Massenkeule drohen, wenn man sich vielleicht einmal gezielt als Verband oder als einzelne Hausärzte zusammensetzen könnte und berät, welche Verdienstmöglichkeiten zusätzlich existieren, welche Zusatzabrechnungen, Zusatzbeiträge, um die Grundleistungen durch den RLV pro Quartal auszubauen.

Selbst ist der Arzt, selbst ist der Kollege oder er holt sich kollegiale Beratung, Praxisanalysen durch gezielte Dienstleister für die Gesundheitswirtschaft.

Aber einfach nur wieder nach dem Spartopf und der hand der Gesundheitspolitik schreien zeugt eher von Abhängigkeit, als unternehmerisches und vor allem Versorgungsinteresse am Patienten.

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