Und wieder blieben einige Hausarzt-Praxen in dieser Woche geschlossen. Warum? Altes Problem, alte Methoden dagegen vor zu gehen.... die Honorarverträge und neuen geplanten Änderungen in den Hausarztverträgen führten zum ENDE und Bankrott der Hausärzte...
Fragt man sich doch als Mensch mit gesundem Verstand und halbwegs intaktem Erinnerungsvermögen: Haben wir diese Forderung nicht jedes Jahr? Hatten wir nicht erst vor kurzem schon so einen Streik mit Forderungen???
Was soll das alles, liebe Hausärzte, liebe Kollegen???!
Fakt ist, dass die Hauptschlagader der ärztlichen Versorgung die Hausärzte tragen. Fakt ist auch, dass die meisten ärztlich ambulant verordneten Arzneimittel und damit Rezepte über den Tisch des Hausarztes wandern. Und noch mehr Fakt ist leider, dass nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, KBV, im Jahresbericht 2009 die Hausärzte in der Honorarvergütung gerade einmal im Mittelfeld liegen. Da die gesetzliche Kassenvergütung durch die Regelleistungsvolumina der KVen nur zum Teil gedeckt werden, oftmals der Hausarzt / die Hausärzte durch die vielen Verordnungen selbst über die 130% Regel rutschen, in denen sie ohne Probleme abrechnen können, sind feste Hausarztverträge und damit direkte Abrechnungswege mit den einzelnen gesetzlichen Kassen (GKVen) sehr beliebt. Gerade weil diese Zusatzverträge die wirtschaftliche Planbarkeit und den Erhalt der Praxis des Hausarztes sichern.
Verständlich, dass immer wieder auftretende Hiobsbotschaften über Änderungen und Einschränkungen der Rabattverträge die Hausärzte und damit die Kollegen an der Patientenfront auf die Barrikaden treiben.
Verständnis zeigen
Vielleicht ist ein wenig mehr Verständnis für die Arbeit des Hausarztes angebracht, vielleicht auch für die Masse an Patienten, welche er benötigt um auf ein lebenserhaltendes Honorar zu kommen. Hingegen der internistisch-kardiologische Kollege nur ein Drittel bisweilen sogar Fünftel an Kassenpatienten in der Regelversorgung benötigt, um diese Honorare zu erlangen.
Andererseits sollten auch Hausärzte vielleicht in Gemeinschaftspraxis das Anbieten von Zusatzleistungen und Privatleistungen gerade in Städten erlangen. Ein Hausarzt sollte sich ebenso wenig wie alle anderen Kollegen nur auf die kassenärztliche Leistungen ausruhen. Eher bedacht und auf staatliche Hilfe angewiesen sind hierbei die Versorger-Praxen in den ländlichen Regionen, welche als einzelne, freiberufliche Hausarztpraxis jeweils kaum noch eine wirtschaftliche Zukunft hat, sollen die ländlichen Hausärzte alleine durch Kassenverträge und den Honorarvergütungen aus den Regelleistungen überleben.
Daher, vielleicht mehr Verständnis, etwas tiefgründigere Diskussion und Unterscheidung zwischen Landarzt und städtischem Hausarzt und weniger brachiale Streiks, würden die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und Politikl fördern. QXJFJ6WDMB6Z

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen