Nach dem Deutschen Krankenhausinstitut fehlen als Ergebnis einer Umfrage unter den 2.200 deutschen Krankenhäusern insgesamt bereits 5.500 Ärzte / stellen für Ärzte, die nicht besetzt werden konnten und damit offen bleiben. Damit haben 1.500 Krankenhäuser mittlerweile mit regelrechter Überlastung der verbleibenden Ärzte und vor allem Stationsärzte zu kämpfen.
Eine Folge von fehlenden Ärzten in den Krankenhäuser und nebst dem sich auswirkenden Ärztemangel, ist damit eine Überlastung der vorhandenen, angestellten Ärzte und Fachärzte, somit weitere Abwanderung gestandener Klinikärzte in die ärztliche Freiberuflichkeit oder Angestellte in MVZ und damit in die Ambulanz. Weiterhin wandern überlastete Ärzte ins Ausland wie die Schweiz ab, wo die Arbeitsbedingungen bedeutend besser sind. Nach dem DKI sind die Auswirkungen des Ärztemangel sukzessive auch immer deutlicher bis 2019 dann unter den niedergelassenen Fachärzten spürbar. Denn fehlen die auszubildenden Assistenzärzte in den Kliniken und jeweiligen Fachbereichen, bleiben nachrückende Kollegen in den Praxen immer weiter aus. So könnten nach Schätzungen bis 2019 35.000 Ärzte in Deutschland fehlen!
Der Ärztemangel kommt damit reichlich ungelegen, da die Altersstruktur in Deutschland sich immer weiter Richtung 50 Jahre und älter (BestAge) verschiebt und damit der Bedarf an Fachpersonal im Gesundheitswesen stetig wächst.
Rezepte scheinen dagegen auszubleiben, vor allem sperren sich nebst Politik auch die Verbände für eine Lockerung und Reorganisation der Ausbildung junger Ärzte. Ganz im ernst, für welchen jungen Menschen sind bei schnellen Bachelor und Masterstudiengängen mit Einstiegsgehälter jenseits der 45.000 nach gerade einmal 5 jährigem Studium denn heute ein Humanmedizin-Studium mit MultipleChoice-Klausuren aus denn 1970er Jahren und einer Gesamtausbildungsdauer von mindestens 10 bis 12 Jahren noch interessant?
Verabschieden wir uns von unseren alten Traditionen, überholen uns wahrscheinlich die Fakten.
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