Eine von Stiftung Gesundheit in Auftrag gegebene Studie von der Gesellschaft für Gesundheitsanalyse (GGMA) kommt zum Schluss, dass das wichtigste Instrument für effektives Praxismarketing aus Sicht der befragten Ärzte die eigene Internetpräsenz, in Form einer Homepage, Arzthomepage, Teilnahme an Internetverzeichnissen und Weblog ist.
69 Prozent der Ärzte empfinden die Internetpräsenz als das wichtigste Mittel für Praxismarketing
Von den 461 befragten Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten gaben rund 69 Prozent an, dass die Homepage oder/und die Teilnahme an Internetverzeichnissen (wie imedo.de, jameda.de, pointoo.de) zu den drei wichtigsten Marketingmaßnahmen ihrer Praxis und Praxen zählen. Die eigenen Mitarbeiter zählen für 53,5 Prozent der Ärzte zu den drei wichtigsten Maßnahmen für Praxismarketing. Man bedenke, dass bei derselben Umfrage letztes Jahr 59,9 Prozent der befragten Ärzte die Mitarbeiter noch als wichtigstes Instrument für Praxismarketing geführt hatten. 43 Prozent zählen auch das äußere Erscheinungsbild zu den wichtigstens drei Praxismarketing Maßnahmen.
Für Ärzte ist Information oberstes Ziel des Praxismarketings
Mehr als zwei drittel der Ärzte sowie zahnärztlichen Kollegen gaben an, dass vor allem die Darstellung des Leistungsspektrums der eigenen Praxis für sie mit den eingesetzten Marketingmaßnahmen (Internetpräsenz, Internetverzeichnisse, Mitarbeiter und Praxisbild) zählt. Mit deutlichen Abstand nannten sie das Ziel, neue Patienten zu gewinnen sowie eine grundsätzliche Information der Patienten durch Marketing zu gewährleisten. Eine Abgrenzung gegenüber den Kollegen oder Vermittlung der Kompetenz an andere Kollegen sowie das Gefühl, dass dies heutzutage erwartet wird, sieht kaum einer der befragten Kollegen. Rund acht Prozent der befragten Ärzte und Zahnärzte verbinden mit ihren Marketingmaßnahmen keine konkrete Zielstellung.
50 Prozent der Ärzte sind sich über die rechtlichen Regelungen unsicher
Die Umfrage zeigt in ihrem Ergebnis auch, dass jeder zweite der befragten Kollegen sich unsicher ist, welche Marketingmittel er für Praxismarketing überhaupt einsetzen darf, wo er an rechtliche Grenzen stösst. Es herrscht also ein hoher Informationsbedarf unter den Ärzte und Zahnärzten, welche Mittel für das Praxismarketing wirtschaftlich sinnvoll und vor allem, welche rechtlich möglich und überhaupt erlaubt sind.
Auch durch die Unsicherheit gabe vierzig Prozent der Ärzte und Zahnärzte an, ihre Marketingmöglichkeiten für die Praxis noch nicht konsequent ausgeschöpft zu haben. Immerhin 45 Prozent empfanden die Öffnung der ambulanten Versorgung für freies Marketing für eine marktbelebende und gute Sache.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch für alle, welche vor allem im Bereich "Praxismarketing" beratend für ärztliche und zahnärztliche Kollegen tätig werden: Gaben letztes Jahr immerhin 22,4 Prozent der Ärzte und Zahnärzte an, im Jahr ein eigenes Marketingbudget eingeplant zu haben, sind es dieses Jahr lediglich rund 10 Prozent der Befragten.

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